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Autor Thema: #thoughts [de] ...  (Gelesen 14 mal)

Boduos

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#thoughts [de] ...
« am: Februar 07, 2019, 02:09:57 Nachmittag »
Auflösung des Egos, Selbstlosigkeit Egomanie, Selbsucht
DienerschaftHerrschaft
LeidenschaftslosigkeitLeidenschaft

Der Wille zur Macht als intrinsische Motivation

Frei nach Nietzsche ist der Wille zur Macht das treibende Element des menschlichen Seins. Diese Formulierung kann man allerdings unter verschiedenen Aspekten und mit verschiedenen Grundvorraussetzungen.

Als Erstes, der Wille zur Macht unter dem Aspekt der Herrschaft.

Der Herrschwillige wünscht sich Macht um die Dinge in seinem/ihrem Sinne zu Ordnung und zu festigen um für sich und eine von ihm definierte Gruppe eine Ordnung zu erschaffen die sie begünstigt. Der Wille zur Macht ist hier ein Element der Unterdrückung anderer und der autoritären Durchsetzung eines Diskurses. Adolf Hitler war unter anderem durch die Verbindung zu Elisabeth Nietzsche sehr angetan von Friedrich Nietzsches Werken und interpretierte den Willen zur Macht wohl mutmasslich innerhalb seiner Vorstellungen vom darwinistischen Kampf der Völker um das Überleben und die dadurch entstehende Selektion die dann weiterführend zur Endlösung und dem Holocaust führte.
Die Unterbindung eines offenen Diskurses zugunsten einer repressiven Autorität ist eher das Gegenteil eines universalistischen Darwinismus, weil dadurch Doktrinen, Regeln und Betrachtungsweisen sich durch Gewalt durchsetzen bzw durchgesetzt werden müssen und nicht durch den Austausch und die natürliche Selektion der für die Umstände und Bedingungen besten Ideen.


Als Zweites, der Wille zur Macht unter dem Aspekt der Freiheit

Der Drang nach Freiheit widerspricht sich nicht mit dem Willen zur Macht, wenn wir den Willen zur Macht als Wunsch und Bedürfnis des Individuums sehen das ihn oder sie umgebende Universum zu erkennen und in ihm gestalterisch und schöperisch tätig zu werden. Dieser Wunsch nach Macht, der Macht das Universum zu verändern widerspricht im Kern nicht einem Bedürfnis der Herrschaftslosigkeit sondern ist sogar Ausdruck dieses Bedürfnisses. Dadurch das wir unsere Umwelt gestalterisch und schöpferisch verändern kommunizieren wir unsere Ideen und Leidenschaften mit allen Anwesenden Entitäten, auch zeitüberspannend. Der Diskurs ist dabei nicht zwangsweise autoritär und repressiv sondern offen und entspricht eher den Ideen des universalistischen Darwinismus (siehe Dawkins und Blackmoore) und des offenen Diskurses und dem zwanglosen Zwang des besseren Arguments (siehe Habermaas). Durch das Austauschen der Argumente durch die Veränderung des Seienden nehmen unsere Gedanken auch manifeste Gestalt in der Materie an.


Herrschafts-/Knechtschaftsverhältnis contra offener Diskurs unter Gleichgestellten

Das Aufrechterhalten eines Herrschafts-/Knechtschaftsverhältnisses kann entweder eines sein in dem beide Parteien einen rechtschaffenden Vorteil aus diesem Verhältnis ziehen, sozusagen eine wohlwollende Symbiose. Nach meinem Verständnis ist das der Kerngedanke des Gedankengangs Platons das entweder die Philosophen Könige werden oder aber die Könige Philosophen damit eine Form der weisen und gerechten Herrschaft zugunsten der gesamten Polis entsteht. Dieses Ideal der weisen und gerechten Herrschaft ist der Grundgedanke hinter der Idee der Republik, der Demokratie und der sozialistischen Ordnung.


...mehr folgt.

 

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